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Über Neustadt-Glewe

Grußwort der Bürgermeisterin


Liebe Einwohnerinnen und Einwohner, liebe Gäste,

sehr geehrte Besucher der Homepage der Stadt und des Amtes Neustadt-Glewe,

Neustadt-Glewe ist eine liebenswerte Stadt am Rande der Lewitz – auch Tor zur Lewitz genannt. Ihre Lage an der Elde-Müritz-Wasserstraße inmitten einer von der Natur geprägten reizvollen wasserreichen Landschaft bürgt für einen hohen Wohn- und Erholungswert. Wir haben Einiges zu bieten. Mit vielfältigen

Bürgermeisterin Doreen Radelow
Bürgermeisterin Doreen Radelow

Einkaufmöglichkeiten für Waren des täglichen Bedarfs, Kindergärten, dem Hort, der Grundschule und der regionalen Schule, Ärzten, einer Bibliothek, dem Sportplatz und der Turnhalle, dem Flugplatz und dem See und vielem mehr, bieten wir gute Rahmenbedingungen zum Wohnen und Arbeiten. Die Nähe zur A 14 und A 24 macht sowohl Hamburg als auch Berlin zu einem Katzensprung.


Aber auch das Hierbleiben lohnt sich. Herrliche Wander- und Radfahrrouten, Wasserwanderrouten, die Möglichkeiten zum Baden, Angeln und Reiten kennzeichnen die Naturverbundenheit der gesamten Region. Neustadt-Glewe ist also auf jeden Fall lebenswert und liebenswert und ebenso als Gast einen Besuch wert. Da ist für jeden etwas dabei.

Mit der Burg hat Neustadt-Glewe ein stattliches Wahrzeichen aus dem 13. Jahrhundert. Mit Museum und Galerie ist sie unser kulturelles Zentrum und bietet für unsere Frühjahrs- und Herbst-BurgArt und unseren mittelalterlichen Weihnachtsmarkt eine erhabene Kulisse. Jedes Jahr im Juni findet am Fuße der Burg unser weit bekanntes und einzigartiges Burgfest statt. Noch internationaler wird es bei dem weltweit bekannten AirbeatOne – Festival auf dem Flugplatz Neustadt-Glewe. Großartige Events für unser beschauliches Städtchen.     

Mit unserer Homepage möchten wir Ihnen einen Überblick über wichtige Hinweise und aktuelle Informationen rund um Neustadt-Glewe geben. Hier finden Sie die Kontakte zur Verwaltung ebenso wie Ankündigungen von kulturellen Veranstaltungen und Höhepunkten im Amt. Sie erfahren viel über Wissenswertes und Sehenswertes in der Region und sind herzlich eingeladen zu stöbern und mitzuwirken. Unsere Homepage lebt auch von Ihnen. Zeigen Sie gemeinsam mit uns – wie lebenswert Neustadt-Glewe ist und wie vielfältig die Angebote von Vereinen und Verbänden, der Stadt und den Gemeinden sind.

In diesem Sinne

Ihre Doreen Radelow

Bürgermeisterin von Neustadt-Glewe



Die Geschichte der Stadt

Das Tor zur Lewitz


„In einer wiesenreichen Ebene, dort wo die Elde die Wasser aus dem nahen, nördlich angrenzenden, großen Lewitz-Bruche und durch die Stör aus dem Schweriner See aufnimmt und sich in mehrere Arme verzweigt, steht auf mehreren Inseln des in vielen Krümmungen sich windenden Eldeflusses die kleine Stadt Neustadt. In dem großen Sandlande, welches die Stadt weit umgibt, nicht sehr weit von einem großen See, macht die Lage derselben einen freundlichen Eindruck. Diese von der Natur in einer sonst nicht reichen Gegend bevorzugte Lage, mitten in einem großen Jagdrevier…an der südöstlichen Grenze der Grafschaft Schwerin, veranlasste die Grafen von Schwerin hier am Ende des 13. Jahrhunderts eine Burg und Stadt zu erbauen. Die Stadt ward auf der Feldmark des Dorfes Glewe gegründet…“, schreibt Friedrich Lisch, großherzoglich-mecklenburgischer Archivar, in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Jahre 1333 bestätigt Graf Heinrich IV. der Stadt ihren Besitz und beschreibt dessen Grenzen. Als im Jahre 1359 die Herzöge von Mecklenburg die Grafschaft Schwerin erwerben, fällt auch Neustadt-Glewe in ihren Besitz. Die Stadt verliert an politischer Bedeutung, für etwa 200 Jahre. Erst mit dem Anfange des 16. Jahrhunderts beginnt für Neustadt eine bessere Zeit, schreibt Lisch weiter. „Neustadt wird eine Fabrikstadt durch die Benutzung theils der unter der Wiesendecke in der Nähe und in der Ferne vorhandenen Lager von Sumpfeisenstein oder Wiesenerz, plattdeutsch Klump genannt, theils der Verzweigung und Schiffbarkeit des Eldeflusses zu Mühlenanlagen und zur Schiffahrt; sowohl auf den Eldeinseln, als auf dem Kiez entstanden nach und nach mehrere Fabrikmühlen, welche über zwei Jahrhunderte hindurch eine große Thätigkeit entfalteten, so daß man der Stadt Neustadt für die frühesten Zeiten Mecklenburgs allein den Namen einer Fabrikstadt geben kann.“ Eine Stadt von besonderer Bedeutung!

Im Jahre 1725 bezieht Prinz Christian Ludwig mit seiner Familie und seiner Schwester Sophie Louise, Königin von Preußen, das herzogliche Schloss von Neustadt und regiert von hier aus Mecklenburg!, für etwa zehn Jahre. Das auf einem hölzernen Pfahlrost stehende dreiflügelige Ensemble gehört zu den bedeutendsten Bauten des mecklenburgischen Barock, obwohl es unvollendet blieb. Aufwändig restauriert und heute als Hotel geführt, sind in 29 Räumlichkeiten eindrucksvolle Stuckarbeiten aus der berühmten Werkstatt des Italieners Giovanni Mogia erhalten. „Die Decken sind mit reichlicher und vortrefflicher Italiänischer Gipss-Arbeit geziehret.“ Die Zusammensetzung bleibt ein Geheimnis und ist wenig überliefert. Nicht nur wegen eines großen zweiten Stadtbrandes im Jahre 1728 und weil Christian Ludwig als kaiserlicher Kommissarius seine Residenz nach Schwerin verlegt, wird aus Neustadt bald ein unbedeutendes, verarmtes Ackerbürgerund Handwerkerstädtchen. Erst 1880, als mit der Vermessung der Bahnlinie Ludwigslust-Parchim auch Neustadt-Glewe einen Bahnanschluss erhält, eröffnen sich neue wirtschaftliche Möglichkeiten. Dieser zweite wichtige Transportweg fördert Unternehmertum und die Ansiedlung wichtiger Industrieanlagen, nicht nur im Maschinenbau und in der Lederproduktion. Einer am 01. Oktober 1892 in Betrieb gekommenen Brauerei ist es gelungen, ein vorzügliches Bier unter dem Namen „Neustädter Schlossbräu“ herzustellen, schreibt ein Lehrer der Stadt. Zudem erfolgt dank des Wagemutes Neustädter Bürger die Gründung einer Technischen Mittelschule. Bedeutende Meister und Ingenieure des Maschinenbaus, Baugewerks, Mühlenbaus, der Elektrotechnik und anderer Fachrichtungen verlassen die weithin bekannte Lehranstalt. Karl-Wilhelm Scharfenberg entwickelt um 1900 eine Mittelpufferkupplung, die noch heute im IntercityExpress (ICE) Verwendung findet! Deshalb erhielt unsere umfassend sanierte Ganztagsschule seinen Namen.

Mit der Errichtung eines Flugplatzes für die Deutsche Wehrmacht, muss das Städtische Technikum 1935 der Einrichtung einer Orterschule weichen. In der Nähe des Flugplatzes erfolgt 1943 der Teil-Wiederaufbau der in Wismar zerstörten Flugzeugfabrik der Dornierwerke. Bereits im September 1944 ist hier zur Absicherung des fehlenden Arbeitskräftepotentials ein Außenlager des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück eingerichtet. Bis zur Befreiung am 02. Mai 1945 verlieren etwa 1000 Frauen, junge Mädchen und Kinder ihr Leben. Eine Gedenkstätte an diesem Ort und eine Ausstellung im Museum der Burg erinnern an diese Zeit und fordern uns zur Wachsamkeit! Mit dem Ende des 2. Weltkrieges erfolgt eine politische und wirtschaftliche Umgestaltung. Die Deutsche Demokratische Republik wandelt bestehende Betriebe in Volkseigentum. In Funk- und Feinmechanik, Werkzeugmaschinenbau und Landwirtschaft arbeiten Neustädter, sowie Männer und Frauen aus umliegenden Städten und Gemeinden. Das Lederwerk wird zum größten Schweinslederproduzenten Europas. Mit Abwicklung der Unternehmen in den Jahren 1990-1992 verlieren mehr als 3000 Menschen ihren Broterwerb.

Die Stadtväter aktivieren die Ansiedlung neuer Unternehmen, Gewerbegebiete werden geplant und gebaut. 1995 er - folgt die Inbetriebnahme eines Geothermischen Heizwerks, und Neustadt-Glewe wird Vorreiter für ganz Deutschland. Die Lage im Norddeutschen Becken und Thermalwasserführende Gesteinsschichten bieten ideale Voraussetzungen für die Nutzung der Tiefenwärme von fast 100°C. Auf der Basis von Bohrungen bis zu Erdwärmespeichern in 2.5 km Tiefe werden Wohngebiete, Teile der Innenstadt und gewerbliche Anlagen mit heimischer Heizkraft versorgt. Die umwelt - freundliche Heizenergie stärkt zudem das Klimaschutzkonzept der Stadt, mit dem Ziel, den Energieverbrauch und den Ausstoß klimaschädlicher Gase nachhaltig zu senken. Mit der Aufnahme der Stadt in das Städtebauförderungsprogramm des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern beginnt bereits 1991 die Sanierung der Altstadt und zugehöriger Infrastruktur. Der Abschluss der zwölfjährigen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten der Burganlage erfolgt im Jahre 2006. Die in ihrem Ursprung um 1300 gebaute Kastellburg gehört zu den wenigen in diesem bemerkenswerten Erhaltungszustand. Hier begrüßen wir alljährlich Einheimische und Gäste aus nah und fern. Am Fuße der Burg fließt die Müritz-Elde-Wasserstraße, Hinweise zu ihrer Kanalisierung gibt es spätestens aus dem 15. Jahrhundert. Begeisterte Freizeitkapitäne nutzen gern den noch ursprünglichen Wasserlauf, ein kleiner Hafen am Fuße der Burg lädt zum Verweilen ein. Nur wenige Schritte entfernt befindet sich die Stadtkirche St. Marien, ein historisches Gebäude mit interessanter Geschichte, die zurück in die Zeit um 1300 führt. Die ev.-luth. Kirchgemeinde ist sehr aktiv und öffnet das Kirchenhaus täglich für Gäste und Interessierte. Eine Kanzel aus dem 16. Jahrhundert, sowie eine Orgel des Stralsunder Meisters Mehmel aus dem 19. Jahrhundert gehören zu den besonderen Ausstattungsgegenständen des Hauses.

Im Nordwesten der Stadt befindet sich in einer Ausdehnung von 145 ha der von Friedrich Lisch genannte Neustädter See. Ein natürlicher See, dessen Entstehung umstritten ist. Von hervorragender Wasserqualität und im Jahre 1999 saniert, bietet er Möglichkeiten für Sport und Entspannung. Ein großzügiger Campingplatz mit Platz für Zelt und Caravan erwartet Sie ganz in der Nähe seiner ausgedehnten feinsandigen Ufer. Der Flugplatz im Südosten der Stadt ist heute ein Eldorado für Begeisterte aller Flugsportarten. Ein Luftsportverein und ein Luftfahrtunternehmen erwarten Sie auf dem Verkehrslandeplatz und Luftsportzentrum Nr. 1 in Mecklenburg. Motorflug, Segelflug, Gleitschirmflug, Fallschirmsprung ..., kommen Sie den Wolken ein Stück näher. Hier können Sie das Amt Neustadt-Glewe aus der Vogelperspektive betrachten. Mit der Eingemeindung Wabel, Hohes Feld und der Ortsteile Hohewisch, Kronskamp, Tuckhude, Friedrichsmoor, Klein Laasch und Neuhof in den Jahren 1967 bis 1971, sowie mit den Landgemeinden Brenz und Blievenstorf im Jahre 1995 umfasst das Amt Neustadt-Glewe eine Gesamtfläche von 127,77 km². Diese öffnet sich nördlich einer bemerkenswerten Kulturlandschaft, der „Lewitz“. Das eindrucksvolle Europäische Vogelschutzgebiet ist nicht nur für Naturliebhaber von besonderem Reiz. Wasser, Wald und Wiesen, eine vielfältige Flora und Fauna, und eine Geschichte, die mit Jägern, Sammlern und Fischern in der Steinzeit beginnt, seit Jahrtausenden geprägt durch des Menschen Hand. Eine Geschichte, die spannend bleibt. Eine Landschaft, imponierend auf Wasser- und Landwegen und Balsam für die Seele! Herzlich Willkommen im Amt Neustadt-Glewe – „Tor zur Lewitz“ genannt.



Neustadt-Glewe und seine Ortsteile

Karte Neustadt-Glewe
Karte Neustadt-Glewe



Ortsteil
Fläche in ha
Einwohner
Klein Laasch
564
113
Wabel
-
6
Tuckhude
-
27
Hohes Feld
-
138
Kronskamp
86
82
Hohewisch
701
179
Neuhof
56
175
Friedrichsmoor
3502
72
 


Autor: Advantic GmbH