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Stallpflicht in weiten Teilen des Landkreises Ludwigslust-Parchim seit Samstag, 11.03.2017, aufgehoben

Stadt Neustadt-Glewe, den 15.03.2017

Regelung zur Geflügelhaltung tritt am 11. März in Kraft / Risikogebiete vorerst ausgenommen

Die Auslaufhaltung des Geflügels wird in weiten Bereichen des Landkreises Ludwigslust-Parchim wieder möglich. Eine entsprechende Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung hat der Landkreis Ludwigslust-Parchim heute veröffentlicht, sie tritt am 11. März 2017 in Kraft.

Hiervon ausgenommen sind Risikogebiete, in denen weiterhin nur die Stallhaltung bzw. die Haltung in einer Voliere/Schutzvorrichtung möglich ist. Zu den Risikogebieten zählen Gebiete, in denen sich bedeutende Vorkommen an wildlebenden Wat- und Wasservögel sammeln, rasten oder brüten und auch bei eingesandten verendeten Wildvögeln das Geflügelpestvirus nachgewiesen wurde. Für Geflügelhaltungen, die beim Inkrafttreten der Regelung mehr als 100 Stück Geflügel halten, gilt weiterhin die Stallpflicht. Diese müssten eine Ausnahmegenehmigung schriftlich beantragen.

Außerdem gilt eine strikte Stallpflicht weiterhin in den Gebieten, in denen nach Feststellung des Verdachts oder des Ausbruchs der Geflügelpest Restriktionszonen eingerichtet wurden. Dadurch kommt das Territorium der Landeshauptstadt Schwerin momentan noch nicht in den Genuss der Erleichterungen.

Da das Geflügelpest-Virus nach wie vor in der Umgebung präsent ist, ist bei der Haltung von Geflügel im Freien die Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügelhaltungen, auch in Kleinsthaltungen einschließlich Schuh- und Kleidungswechsel, und Desinfektionsmaßnahmen zum Schutz der Bestände unbedingt erforderlich. Diese müssen auch Maßnahmen zur Früherkennung möglicher Infektionen umfassen.

Die Vorschriften der Geflügelpest-Verordnung über die Fütterung und Tränkung, die Früherkennung, Schutzkleidung und weitere allgemeine Schutzmaßregeln sind unbedingt einzuhalten.

Insbesondere
- dürfen die Tiere nicht im Freien gefüttert und getränkt werden;
- darf das Geflügel keinen Zugang zu Oberflächengewässern, möglichen Überschwemmungsflächen oder ähnlichem anderen Oberflächenwasser haben; überflutete
Stellen oder andere Gewässerflächen sind sicher auszuzäunen;
- sind Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren;
- ist eine strikte Trennung zwischen Straßen- und Stallkleidung zu gewährleisten;
- ist für den Stall- und Pflegebereich eigenes Schuhzeug zu verwenden;
- sind Hunde und Katzen vom Geflügel und den Ställen fernzuhalten;
- ist ein hohes Maß an seuchenhygi enischer Absicherung eines jeden Geflügelbestandes zu gewährleisten, insbesondere ist der Personenverkehr auf das für dieVersorgung und Pflege des Bestandes notwendige Maß zu beschränken.

Momentan sind bereits mehr als 80 Anträge auf Ausnahmegenehmigung von der Aufstallungspflicht schriftlich beim Landkreis Ludwigslust-Parchim eingegangen. Einem Erlass des Landwirtschaftsministeriums vom Mittwoch dieser Woche zufolge können Landkreise und kreisfreie Städte nun in begründeten Einzelfällen und nach vorheriger Bewertung des örtlichen Risikos Ausnahmen von der Aufstallungspflicht zu erteilen. Das führte zu einem massiven Anstieg der telefonischen Nachfragen von Geflügelhaltern auch beim Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Ludwigslust-Parchim.

 

Quelle: www.kreis-lup.de