Als Favorit hinzufügen
 

Burgfest Neustadt-Glewe

Vielfalt gab dem Burgfest noch mehr Charme

 

20 000 Besucher aus nah und fern waren zum 22. Mittelalterspektakel zu Gast

 

 

Womit soll man beginnen, wenn man das 22. Burgfest von Neustadt-Glewe noch einmal Revue passieren lässt? Sie dürfen es glauben: Das ist schwieriger denn je, wenn man die vielen bewährten und neuen Attraktionen miterlebt und die drei Tage mittelalterlichen Treibens in und um die Burg in vollen Zügen genossen hat. Dass es in diesem Jahr fast 20 000 Besucher - der Rekord lag bisher bei 12 000 zum 20. Burgfest - nach Neustadt-Glewe zog, ist fast unvorstellbar und sagt doch sehr viel aus über den Ruf dieses Mittelaltersspektakels weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus.

Es gab kaum einen Fleck auf dem herrlichen Burgfestareal, auf dem "nichts passierte"; an den liebevoll gestalteten Ständen ebenso wie auf den Bühnen im Burginnenhof und auf der Festwiese. Insgesamt sieben Musikgruppen sorgten pausenlos für das musikalische Flair des Mittelalters. Der Puppenspieler Uwe Spillmann, der Findelkasper Andre Streine und die Gaukelei mit dem Duo Obscurum  sowie die Walk-Acts der Stelzenläufer von "TriFabula"  bereicherten die Burgfesttage mit Späßen und Akrobatik und selbst der Harfespieler Jonny Robels gleich neben dem Burgtour fand immer wieder seine Bewunderer und Zuhörer. So ließe sich der Reigen der vielen, vielen Kleindarsteller fortsetzen, die alle mit viel eigener Freude agierten und damit die Besucher aus nah und fern in ihren Bann zogen.

Natürlich drückten auch wieder die Ritterkämpfe mit Teilnehmern aus vieler  Herren Länder und deren Lagerleben auf den Eldewiesen dem Fest ihren Stempel auf und waren, egal wie man sie antraf, zu jeder Zeit dicht umringt von Zuschauern.

Wieviele Kilometer der Burgadel mit seinem Burgfräulein Tina an der Spitze beim Besuch aller Stände und während des dreitägigen Festtreibens zurück legte und wie oft sie alle in die Kameras lächelten, das lässt sich kaum nachvollziehen. Feststellen aber muss man, dass das immer strahlende Burgfräulein mit ihrem prächtig gewandeten Hofstaat für Groß und Klein überall bei ihren Auftritten eine Augenweide war. Die fünfjährige Elisabeth aus dem schleswig-holsteinischen Bordesholm jedenfalls hatte sich auf Anhieb in sie verliebt, sicher auch deshalb, weil sie an der Hand des Burgfräuleins so viele tolle Erlebnisse hatte.  Und garantiert wird sie den Ring, den sie von Tina geschenkt bekam, hüten wie ein kleines Heiligtum.

Dass nicht nur die kleinsten ihre helle Freude auf dem Burgfest hatten, als sie zum Burgfräulein gekürt oder zum Ritter geschlagen wurden, durfte auch einer der  betagtesten unter den Besuchern erleben. Die Kinder hatten den Rostocker Armin Lochmann während des Burgfestbesuchs aus Anlass seines 83. Geburtstags gemeinsam mit dem Burgadel damit überrascht, dass er feierlich und öffentlich mit dem Ritterschlag geehrt wurde.

Der Stadt als Veranstalter und insbesondere Karen Tappe, die die Fäden des Festes in der Hand hatte, darf ich im Namen vieler, vieler Besucher Danke sagen für die unvergesslichen Erlebnisse. Und auch für den Test, z.B. durch einen Shuttle-Verkehr von Bus-Kröger vom Campinplatz zur Stadt für noch mehr Parkmöglichkeiten zu sorgen. Dass laut Karen Tappe der Besucheransturm an den Kassen trotz Aufstockung des Personals hier und da nicht so schnell wie gewünscht aufgelöst werden konnte, tat ihr leid - ist aber fürs kommende Burgfest bereits fest im Blick...

Hannelore van Reimersdahl

 

 

 

 

 

 

 

Burgfest 2014-7Burgfest 2014-6Burgfest 2014-5Burgfest 2014-4Burgfest 2014-3Burgfest 2014-2Burgfest 2014-1